Zweifel am "Paradies"?

Jetzt habe ich fast alles so, wie ich es mir irgendwie doch immer gewünscht habe und bin dennoch voller Zweifel. Sicher, so eine massive Veränderung im Leben ist nicht unbedingt leicht weg zu stecken.. aber es ist zur Abwechslung mal eine positive und eigentlich gewollte Veränderung. Doch warum kommt so viel altes auf, wofür ich vorher nicht die Zeit hatte? Warum werden die Zweifel immer lauter. Der Selbsthass wieder so riesig und der Schmerz immer schlimmer? Weiß ich im Grunde, was mich so unglücklich macht und will es mir nicht eingestehen oder ist es bloß die Veränderung, die mich so durcheinander sein lässt?Ich sollte ALLES hinter mir lassen, was mich an die vielen vielen schmerzhaften Ereignisse in der Vergangenheit erinnert. Aber was bleibt dann noch? Wenn ich "gar nichts" hätte, dann wäre ich nichts. Ich rede nicht von materiellen Dingen! Fast egal wo ich in mein Leben zurück schaue, es ist traurig, dunkel und oft mit viel Verzweiflung und Schmerz verbunden. Ich muss Ordnung in das Chaos bringen, was sich mein Leben nennt. Aber das ist wiederum mit viiiel Schmerz verbunden. Werde ich das ertragen? Ach scheiße, wenn ich ehrlich bin, fühle ich mich so unendlich alleine. Ich kann niemanden von meinen Gedanken erzählen. Alles fühlt sich ... ja keine Ahnung... unbeschreiblich an. Da sind scheinbar einige Menschen die mich sehr mögen.. für mich unbegreiflich. Wie kann man etwas wie mich lieben? Ich bin abscheulich, hasse mich.. warum gibt das niemand zu, dass ich so widerlich bin? Vielen helfen mir, sind tolle Freunde und sehr liebe Menschen... aber warum hassen sie mich nicht? Wäre es mir lieber, dass sie es tun? Vielleicht. Es würde zumindest mein Selbstbild bestätigen. Von klein an habe ich gelernt, dass ich ein Fehler bin. Seit dem ich auf der Welt bin, geht es meiner "Familie" schlechte rund letztendlich habe ich sie zerstört. Wurde mir immer so beigebracht. Jedenfalls von IHM! Zum "Dank" hat er sich an mir vergangen, Jahre lang. mein Leben zerstört und ich denke bis heute noch, dass ich es verdient habe. Es war irgendwie meine Schuld. Ich kann dieses Schuld nicht ablegen. Und es töt mich langsam aber sicher selbst. Ich töte mich damit. Weil es mich innerlich zerfrisst. Und jetzt, wo doch scheinbar alles besser ist. . . ist alles wieder so schlimm. Ich weiß warum, kann und möchte es aber nicht sagen. Vielleicht will ich es selbst wohl nicht so sehen, weil ich möchte das mein neues Leben "passt" und mich glücklich sein lässt. Aber kann ich das jemals werden?

10.10.15 18:21

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